Lorch 2006 Im Spiegel der Romantik
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Königlichen Hoheit Herzogin Diane von Württemberg und Herr Rund

Kunst und Lebensphilosophie

Pressekonferenz mit Ihrer Königlichen Hoheit Herzogin Diane von Württemberg, Prinzessin von Frankreich im Kloster Lorch

Am Montagnachmittag gab Ihre Königliche Hoheit Herzogin Diane von Württemberg, Prinzessin von Frankreich im Refektorium des Klosters Lorch eine Pressekonferenz im Vorfeld ihrer vom 24. Juni bis 24. September 2006 dort stattfindenden Ausstellung.

Ulrich Rund, der Sprecher des „Runden Kultur Tisches Lorch“ begrüßte Ihre Königliche Hoheit, ihre Mitarbeiter, Ausstellungsmanager Stefan Kirchenbauer, die Pressevertreter aus verschiedenen Regionen und das Lorcher Team.

3 Bronzeplastiken der adligen Künstlerin waren im Raum ausgestellt und wurden auf Wunsch der Teilnehmer von ihr erläutert. Zwei Liebende, bei denen vollkommenes Kennenlernen nicht möglich sein kann, weil jeder einen „Privatgarten der Gefühle“ habe. Die zweite Plastik zeigte den Freudentanz der Frauen über die aufgehende Sonne, die für Herzogin Diane Lebensspender und Energie bedeutet und auch in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielt. In der dritten Plastik „Èternel Prèsent“ (ewig da) rollt eine Frauenfigur in einem Kreis, Symbol des Zusammenwirkens des ganzen Kosmos, in dem jeder den Anderen braucht im Streben nach Harmonie – jeder stoße den Anderen an, so wie wenn ein Stein ins Wasser fällt und seine Kreise zieht. Ihre Philosophie, die ihren Werken zugrunde liegt und die sie den Menschen in Wort und Objekt vermittelt, sind ein Teil des Zaubers, der von dieser liebenswürdigen, herzlichen Künstlerin ausgeht. Dass die Menschen und besonders die Kinder ihr am Herzen liegen, betonte sie, denn mit dem Erlös aus dem Verkauf ihrer Werke unterstützt sie Hilfsprojekte auf der ganzen Welt. Diesen Sommer habe sie vor, drei Tage durch Tibets Wüste zu reisen um ihr neugebautes Waisenhaus zu besuchen. So lange ihre Hände arbeiten könnten, würde sie zur Unterstützung der Kinder in Not immer neue Werke schaffen. Sie sei von großem Schaffensdrang beseelt, antwortete sie auf die Frage eines Journalisten nach der Arbeit an großen Metallplastiken. Sie stehe von Morgens bis Abends in der Schlosserwerkstatt oder im Atelier, meist isst sie auch dort und legt selbst Hand an. Es sei wunderbar aus einem Stück Metall etwas zu erschaffen und da die Autodidaktin meist ohne Zeichnung arbeitet, trägt sie die Entwürfe schon Tag und Nacht im Kopf. Auf die Frage nach ihrer Inspiration antwortete sie, die Ideen sprudelten bei ihr immer, manchmal trage sie auch gar zu viele Ideen mit sich herum und schreibe sie auf. Von der Idee bis zur Fertigstellung einer Skulptur, auch bei Größen von 5 bis 8 m, vergehe ca. ein Monat, bei Gemälden arbeite sie oft gleichzeitig an mehreren Bildern. Nie habe sie naturalistisch gemalt, Alles entspringe ihrer Phantasie und lasse sich nicht in eine Kunstrichtung pressen.

Auf die Frage, was denn im Juni in der gesamten Klosteranlage ausgestellt werde, versprach ihr Kunstmanager Stephan Kirchenbauer die ganze Themenvielfalt und unterschiedliche Techniken der letzten 15 Jahre in dieser großen Ausstellung zu präsentieren. Ihre Königliche Hoheit zeigte sich stolz hier ausstellen zu dürfen.

Ihre Neugierde sei eine Triebfeder ihres Schaffens, sie interessiere sich für ihre Umwelt, die Technik und die Natur und weil das Leben auch nicht jeden Tag gleich sei, wolle sie auch immer etwas Neues ausprobieren. Ihr Talent erbte die Künstlerin, die noch zehn Geschwister hat, von ihren französischen Großmüttern, die Bildhauerinnen waren. Sie habe sich schon als Kind künstlerisch betätigt und nach den Jahren im Exil in Brasilien, Portugal, Spanien und Marokko ihr erstes Hilfsprojekt vor 30 Jahren in Paris gestartet und dann im Schloss Altshausen nach ihrer Ehe mit Carl, Herzog von Württemberg weiter ihr Kunstschaffen und ihre Hilfsfonds ausgebaut. Von ihren sechs Kindern hätten Fleur und Philip auch eine künstlerische Begabung, praktizieren sie aber nicht. Ihre eigene Philosophie ist es, die jedem Gegenstand Leben einhaucht und eine Botschaft ausströmen lässt, denn so betont sie, jede Person, jede Sache habe eine eigene Welle, die positiv oder negativ spürbar sei und aufzunehmen wert ist.

... und dass sie einen Nylon – Jaguar – Mantel statt eines echten Pelzmantels trägt, weil er so praktisch ist mit seinen Flecken und Schönes gar nicht teuer sein muss, wie sie lächelnd versichert, macht diese Frau noch mal so sympathisch.

Jutta Rund